Die Arbeit am Rebberg

Hier eine kurze Zusammenfassung über die Arbeiten, die über das Jahr hindurch am Rebberg anfallen.

Im Frühjahr | Bereits in den ersten beiden Monaten des Jahres wird der Grundstein für die spätere Qualität des Weines gelegt: Die Reben werden auf eine bis zwei Ruten zurückgeschnitten. Niedrigere Erträge bedeuten in der Regel bessere und vor allem extraktreichere Weine. Es gilt die Devise: weniger ist mehr ...
Vor dem Austrieb der Pflanzen erfolgt das Einschleifen: die Ruten werden gebogen und durch Binden am Draht in Form gebracht. Dies gewährleistet eine gleichmäßige Versorgung der Triebe mit den nötigen Nährstoffen.
 
Im Sommer | Mit der Rebblüte beginnt eine weitere arbeitsintensive Zeit: um den Wuchs der vorhandenen Rebentriebe zu stärken, müssen unerwünschte Triebe ausgebrochen werden.
Zwischen Juni und August wächst zudem eine riesige Laubwand heran, die es in «Form» zu bringen gilt. Mit dem Entfernen überschüssiger Blätter wird den Trauben mehr Freiheit verschafft. Die bessere Lichteinwirkung und Durchlüftung sorgen für eine bessere Traubenqualität.

Im Herbst 
| Bereits im Spätsommer wird der Zuckergehalt der Trauben gemessen. Er ist Maßstab für die Reife und bestimmt wesentlich mit, wann ein Wein gelesen wird. Gemessen wird der Zuckeranteil in Öchslegraden, einer Einheit, die unter anderem Rückschlüsse auf den potentiellen Alkoholgehalt des Weines zulässt.
Wann ein Wein reif für die Lese ist, hängt hauptsächlich von der Rebsorte und der Witterung ab. Im Prinzip wird der Wein um so besser, je länger die Trauben an der Pflanze hängen und ein höheres Öchslegehalt erzielt werden kann. Andererseits kann ein plötzlicher Frost oder eine Regenperiode die Lese beeinträchtigen.

Weinlese | Der Höhepunkt im Jahr: durch unsere zahlreichen Helfer erfolgt die Weinlese. Durch die Lage des Rebbergs wird ausschliesslich per Hand geerntet. Dies ermöglicht eine genauere Selektion: faule Beeren/Essigbeeren können schon beim Lesen herausgeschnitten werden. Die Trauben werden anschliessend zum Weinkeller transportiert und «entrappt». Mehr dazu unter Weinherstellung.